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Riol, Longuich, Schweich, Kenn
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Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
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Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
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Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
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Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
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Exkursion des Männertreffs zum Justizvollzugsmuseum Wittlich

15 Männer des Männertreffs unserer Pfarrei Schweicher Land St. Martinus machten sich am Mittwoch, 22. April auf den Weg zu einer besonderen Exkursion
Datum:
24. Apr. 2026
Von:
Jürgen Schmit
Männertreff in Wittlich

15 Männer des Männertreffs unserer Pfarrei Schweicher Land St. Martinus machten sich am Mittwoch, 22. April auf den Weg zu einer besonderen Exkursion: einem Besuch in Wittlich. Dort wurden wir bereits von meiner Kollegin Stefanie Peters erwartet, die seit über einem Jahr als Gefängnisseelsorgerin tätig ist.

Ein kurzer Film über die historische Haftanstalt führte uns eindrücklich vor Augen, unter welchen Bedingungen Menschen früher inhaftiert waren. Im weiteren Verlauf des Nachmittags erhielten wir umfassende Informationen über die heutige JVA Wittlich - eine Einrichtung für männliche Strafgefangene im geschlossenen und offenen Vollzug mit Haftstrafen zwischen zwei und acht Jahren.

Auf dem Gelände befindet sich zudem ein Justizvollzugskrankenhaus für Frauen und Männer. In der angrenzenden Jugendstrafanstalt Wittlich verbüßen männliche Jugendliche ihre Strafen oder befinden sich in Untersuchungshaft.

Besonders bewegend wurde es, als vier junge Männer aus dem offenen Vollzug zu uns stießen und bereit waren, offen aus ihrem Alltag zu berichten. Mit großem Respekt hörten wir ihren persönlichen Lebensgeschichten zu - Geschichten, die sie nach Wittlich geführt haben. Sie sprachen über Bürokratie, über die Bedeutung der Seelsorge, über Herausforderungen und Hoffnungen und teilten auch manche Gefängnisanekdote. Es entwickelte sich ein intensives, ehrliches Gespräch, das uns allen unter die Haut ging.

Ein Rundgang durch das Justizvollzugsmuseum schloss den Nachmittag ab. "Ob historische Daumenschrauben oder moderne Handschellen – die Ausstellung bietet zahlreiche Originalobjekte, informiert über den Wandel des Strafvollzugs und gibt Einblicke in den Gefangenenalltag". Besonders eindrucksvoll waren die Arrestzellen mit Originalausstattung, die den Unterschied zwischen früheren und heutigen Haftbedingungen sichtbar machen. Auch sichergestellte Gegenstände wie verschluckte Objekte oder selbstgebaute Waffenattrappen gehören zur Sammlung.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen nutzten einige Männer die Gelegenheit, das Erlebte miteinander zu reflektieren und nachwirken zu lassen.

Mein persönliches Fazit: Ich danke meiner Kollegin Stefanie Peters herzlich für diesen überaus spannenden und bereichernden Nachmittag. Wie gut, dass es für meine Berufsgruppe der Gemeindereferent*innen die Möglichkeit gibt, in so unterschiedlichen Bereichen der Seelsorge tätig zu sein.

Rüdiger Glaub-Engelskirchen, Gemeindereferent