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Riol, Longuich, Schweich, Kenn
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Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
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Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
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Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
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Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
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Spiritueller Impuls

Hoffnung - Rock am Ring
Datum:
3. Mai 2026
Von:
Astrid Koster

Liebe Gemeinde,

in diesen Wochen liegt eine besondere Stimmung über unserem Bistum und unseren Gemeinden. Viele Menschen sind zusammengekommen, um innezuhalten und ihrem Glauben nachzuspüren - unter dem Leitwort: „unbegreiflich: ich hoffe“. Hoffnung lässt sich nicht festhalten oder beweisen. Sie wächst leise, aus Erfahrungen und Begegnungen, manchmal auch aus dem Aushalten von Fragen. Sie erklärt nicht alles, aber sie öffnet Räume. Denn Glaube ist selten fertig. Er wächst, verändert sich und sucht immer wieder neue Worte.

Auch bei uns ist vieles in Bewegung. Junge Menschen machen sich auf den Weg der Firmvorbereitung. Sie fragen nach Sinn, nach tragfähigen Werten und nach dem, was ihrem Leben Richtung gibt. Diese Fragen sind nicht neu - und sie sind nicht nur Fragen der Jugend. Sie begleiten viele von uns seit Jahren, manchmal leise, manchmal drängend: Was trägt mich? Worauf vertraue ich? Wo habe ich Gott in meinem Leben erfahren? Hoffnung verändert sich im Laufe des Lebens. Sie wird tiefer, manchmal vorsichtiger, aber sie bleibt ein innerer Antrieb.

Impulse, die uns in dieser Zeit begleiten, erinnern daran, dass Hoffnung keine Vertröstung ist. Sie wird konkret dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, wo der Blick über das Eigene hinausgeht und Solidarität wächst. Hoffnung zeigt sich im Teilen - von Zeit, Aufmerksamkeit, Brot und Herz. Nicht als große Geste, sondern im Alltag. Vielleicht kennen Sie diese Sehnsucht auch: getragen zu sein, nicht allein unterwegs zu sein, spüren zu dürfen, dass das eigene Leben eingebettet ist in etwas Größeres.

Gerade Fronleichnam, das wir im Juni feiern, führt uns das neu vor Augen. Im Brot, das wir teilen, wird sichtbar, was unseren Glauben im Innersten ausmacht: Gott schenkt sich selbst - und sendet uns zugleich. Nicht um stehen zu bleiben, sondern um weiterzugeben, was wir empfangen haben. Zeit. Aufmerksamkeit. Nähe. Hoffnung. Wenn wir Brot teilen, teilen wir mehr als Nahrung. Wir teilen Leben. Und genau dort beginnt Glauben Gestalt anzunehmen - nicht in großen Worten, sondern im Alltag: dort, wo wir füreinander da sind, wo niemand übersehen wird, und Gemeinschaft wächst.

Für viele Menschen bekommt dieser Gedanke gerade in diesen Tagen eine besondere Farbe. Über Fronleichnam kommen bei Rock am Ring wieder viele tausend Menschen in der Eifel zusammen, um Musik zu feiern. Unterschiedlichste Lebensgeschichten treffen dort aufeinander - getragen von Klängen, Emotionen und einem starken Gefühl von Gemeinschaft. Inmitten all dessen wird spürbar, was Menschen verbindet: die Sehnsucht, Teil von etwas Größerem zu sein, getragen zu werden und nicht allein unterwegs zu sein. Vielleicht ist auch das ein Ort, an dem sich zeigt, was es heißt, gesandt zu sein - mit offenem Herzen, mitten im Leben.

So haben Menschen Jesus erfahren: im Teilen, in der Nähe, im gemeinsamen Unterwegssein. Daraus ist Hoffnung gewachsen. Und daraus Glaube - still, tragfähig und weitertragend.

Fronleichnam lädt uns ein, genau das neu wahrzunehmen: dass Gott mitgeht - auf unseren Wegen, durch unsere Dörfer, mitten durch unseren Alltag.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit - mit offenen Augen, wachem Herzen und dem Vertrauen, dass Gott uns auf unseren Wegen begleitet.

Ihre Gemeindereferentin Astrid Koster