Zum Inhalt springen
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus

Geistliches Wort

Ein Träumer für den HERRN - der Heilige Josef
Datum:
25. Feb. 2026
Von:
Kaplan Adrian Sasmaz

Neuer Untertitel

Hl. Josef

Liebe Schwestern und Brüder!

Der Monat März wird nicht nur durch die Fastenzeit geprägt, sondern ist in besonderer Weise ein Monat, in dem wir auf den Hl. Josef schauen dürfen. Am 19. März feiert die Kirche sein Hochfest und bereits an dieser Stelle möchte ich allen Josefs und Josefinen (inklusive alle möglichen Abwandlungen des Namens) einen frohen Namenstag und einen gesegneten Josefsmonat wünschen!

Mitten in der Fastenzeit. Typisch Josef, oder? Weil mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, die nur durch die Sonntage unterbrochen wird, sind uns solche Hochfeste doch sehr willkommen! Wir Katholiken finden immer eine Möglichkeit, ein Fest zu feiern, um solche Zeiten, wie die Fastenzeit, zu unterbrechen. Vor allem in früherer Zeit, in der man strenger gefastet hat oder in Klöstern, war und ist der Heilige Josef ein kleiner Retter im Alltag - typisch Josef eben. Auch in der Heiligen Schrift ist der Heilige Josef ein wahrer Retter, und das ohne ein einziges Wort gesagt zu haben. Die Evangelisten überliefern uns kein einziges Wort von ihm; dafür aber gleich vier Träume.  Gerne möchte ich kurz auf seine Träume eingehen und mit Ihnen über unser Leben träumen.

Den ersten Traum finden wir in Mt 1,18-25. Der Heilige Josef, der schmerzhaft erfahren muss, dass seine Verlobte schwanger ist, jedoch nicht von ihm, wird von seinem Plan abgebracht, Maria zu verlassen. Ein Engel erscheint ihm und sagt: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“. Josef muss lernen, dass es nichts bringt, den Kopf in den Sand zu stecken oder abzuhauen. Indem er sich der Realität stellt, erfährt er die Wahrheit. Bilden auch wir uns nicht allzu vorschnell eine Meinung über andere oder über das, was andere über uns denken. Vertrauen wir in unserem Leben auf Gottes Schutz und Begleitung. Josef wird durch Jesus in seinem Leben beschenkt - Jesus bedeutet „Gott rettet“. Vertrauen wir darauf, dass Gott uns auf Wegen begegnet, die wir nicht direkt verstehen und uns trotzdem Rettung und Heil schenkt.

Im zweiten Traum (Mt 2,13-15) bekommt der Heilige Josef den Auftrag, mit Maria und Jesus die Krippe zu verlassen und zu fliehen. „Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, siehe, da erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten“. Gott beruft ihn als Retter für seinen Sohn, der wiederum unser Retter werden wird. Josef soll seine Familie in Sicherheit bringen, damit Jesus heranwachsen kann. Auch wir sind dazu berufen, einander beizustehen und füreinander Räume zu schaffen, in denen wir in Sicherheit zusammenleben können.

Der dritte Traum (Mt 2,19-21) ermutigt Josef wieder zurückzukehren. „Als Herodes gestorben war, siehe, da erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel“. Josef ist ein hoffender Mensch. Er vertraut darauf, dass die Zeit kommt, in der er wieder zurück kann. Und wenn es dann soweit ist, packt er seine sieben Sachen und nimmt seine Familie mit. Wir können lernen, in unserem Leben die Hoffnung nie aufzugeben. Lassen Sie uns Menschen sein, die erwartungsvoll sind und auch mal spontan. Leben wir die Zuversicht, dass auch bessere Zeiten kommen und erkennen sie, wenn sie da sind. Konzentrieren wir uns nicht nur auf das, was wir nicht können oder uns ärgert, sondern seien wir wachsam für die Lichtblicke in unserem Alltag. Seien wir in unserem Alltag mutig - mutig auch mal neue Wege zu gehen oder ein neues Kapitel im Leben aufzuschlagen! Auf Josef wartete Israel - das gelobte Land. Was wartet wohl auf uns!?

Der vierte Traum (Mt 2,22-23) zwingt Josef dazu, unterwegs seine Pläne zu ändern. „Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus anstelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa“. Josefs Geduld, Spontanität und Überlebenskunst wurden einmal mehr auf die Probe gestellt. Aber auch die neuen Planungen nimmt Josef geduldig an und macht das Beste draus. Von Josef können wir in unserem Leben echte Gelassenheit lernen. Es liegt nicht immer alles in unseren Händen. Manchmal müssen wir unsere Pläne ändern, einen anderen Weg einschlagen oder uns auf etwas Neues einlassen. Manche Umwege tun sogar gut oder ermöglichen uns einen ganz neuen Blick.

Warum steht kein Wort von ihm in der Heiligen Schrift? Vielleicht weil ihm so manches Mal die Worte fehlten - aber nicht seine Taten! Er hat immer sofort reagiert und angepackt. Er hat sich in den Dienst nehmen lassen und wurde zu einem der größten göttlichen Handwerker unserer Welt. Und vielleicht kam er nicht zum Sprechen, weil er alles gelassen mit Humor genommen hat - und manchmal nur noch lachen konnte.

In diesem Sinne: ein Hoch auf den Heiligen Josef!

Kaplan Adrian Sasmaz