Zum Inhalt springen
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Riol, Longuich, Schweich, Kenn
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Longuicher Kirche mit Mosel im Vordergrund
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus
Pfarrei Schweicher Land Sankt Martinus

Die närrische Zeit kommt

Karneval

Gehören Sie zu den Menschen, die eine besonders humorvolle - vielleicht sogar bewusst übertriebene - Art haben?
Manche scheinen mit einem ausgeprägten Charakter geboren zu sein, andere entwickeln im Laufe ihres Lebens eine fröhliche Art, den Alltag zu meistern.

Nein - ich habe keinen Clown gefrühstückt. Aber ich habe vor ein paar Jahren mit einem telefoniert. Von dieser besonderen Begegnung möchte ich Ihnen erzählen.

Vielleicht haben Sie schon von Klinik-Clowns gehört. Das sind Menschen, die - als Clowns - kranke Menschen besuchen: in Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen und Rehakliniken. Ihr Ziel ist es, Farbe in den oft tristen Alltag der Patienten zu bringen.

Solche aufheiternden Begegnungen schenken Abwechslung, berühren Herzen - und nicht selten schöpfen die Kranken daraus neuen Lebensmut. Mediziner und Psychologen sind sich einig: Spaß, Freude und Lachen fördern den Heilungsprozess.

Um dies zu erreichen, gibt sich Clown Charly auch gerne einmal „dumm“. Zählen kann er angeblich nicht besonders gut - dafür zuhören umso besser. Warum engagiert sich der pensionierte Lehrer schon seit vielen Jahren ehrenamtlich als Klinik-Clown?
Seine Antwort ist einfach und bewegend: „Ich habe gesunde Kinder, und dafür bin ich Gott sehr dankbar. Das Leben hat es gut mit mir gemeint - davon möchte ich etwas zurückgeben.“

Begeistert erzählt er von einem Mann auf der Demenzstation, der nach sechs Monaten des Schweigens plötzlich wieder gesprochen hat -  ausgelöst durch diese besondere Begegnung. Das größte Geschenk jedoch ist es, Menschen - besonders Kindern - ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
Diese Freude in den Augen zu sehen, macht nicht nur Clown Charly glücklich, sondern alle, die diesen Moment miterleben.

Ist das nicht auch eine ganz besondere Form von Gottesdienst? Menschen glücklich zu machen.

Passend dazu bringt es Hermann Hesse auf den Punkt: „Liebe ist Glück.“ Dieses Glück immer wieder zu spüren, verbindet Menschen - selbst dann, wenn sie sich gar nicht kennen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen schöne, ausgelassene Faschingstage voller Lachen und Freude.
Denn der Himmel beginnt nicht irgendwann -
er fängt auf Erden an.

Rüdiger Glaub-Engelskirchen

Wer sind wir? – Gedanken zum neuen Jahr

der Weitsichtige

Der zehnjährige August lebt mit seiner Schwester und seinen Eltern in New York. Seit seiner Geburt muss er aufgrund einer schweren Gesichtsfehlbildung zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Viele Jahre kann er deshalb keine reguläre Schule besuchen. Doch mit Beginn der 5. Klasse soll sich das ändern – und August erlebt etwas, das ihn und seine Mitschüler prägt.

Gleich zu Beginn schreibt sein Lehrer Mr. Brown ein einziges Wort groß an die Tafel: „Maxime“. Doch was bedeutet das eigentlich?

Eine Maxime ist ein persönlicher Leitsatz – ein innerer Kompass, der unser Handeln prägt und uns zeigt, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Die Kinder nennen spontan: Schule, Eltern, Familie, die Umwelt, unsere Erde, Gott.

Damit stellt sich die große Frage: Wer sind wir?  Mr. Brown verweist dabei auf eine Tafel am Schuleingang, auf der steht: „Erkenne dich selbst!“

Das Buch Wunder von Raquel J. Palacio bewegt mich sehr. Es erinnert uns daran, dass es auf die inneren Werte eines Menschen ankommt – nicht auf sein Aussehen, nicht auf Besitz, nicht auf Marken oder Mode. Das ist eigentlich nichts Neues, und doch tut es gut, sich daran zu erinnern. Die Maximen, die im Roman beschrieben werden, treffen mitten ins Herz.

Zum Jahresbeginn lohnt sich die Frage: Welche Maxime begleitet Sie in das neue Jahr?  Haben Sie einen Leitsatz – oder möchten Sie sich vielleicht erstmals bewusst einen geben?

Ein schönes Beispiel geben uns in diesen Tagen die Sternsinger. Ihre Maxime ist es, doppelt Gutes zu tun: Sie bringen den Segen Gottes in die Häuser und sammeln gleichzeitig Spenden für Kinder in Not. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit in Bangladesch und weltweit" lautet ihr Leitwort 2026. Ein starkes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe.

Mein persönliches Motto für das neue Jahr lautet: „Wenn du die Wahl hast, ob du recht behalten oder freundlich sein sollst, wähle die Freundlichkeit.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes, friedvolles und freundliches neues Jahr – voller guter Maximen, die uns in unserer neuen Pfarrei Schweicher Land St. Martinus miteinander verbinden und uns selbst ein Stück näherbringen.

Rüdiger Glaub-Engelskirchen, Gemeindereferent