Besuch der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier

Besuch der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier
Unsere erste Besichtigung im Jahr 2026 führte uns in den frisch renovierten Kreuzgang der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier - ein Ort, der sofort Ruhe und Geschichte ausstrahlt. Bruder Thomas Hochhausen begrüßte uns in der romanischen Basilika und nahm uns mit auf eine spannende Reise durch die fast 1.700-jährige Geschichte der Abtei.
In der Krypta befinden sich die Gräber der Gründerbischöfe Eucharius und Valerius sowie das Grab des Apostels Matthias, das als einziges Apostelgrab nördlich der Alpen gilt und bis heute viele Menschen anzieht.
Der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert wurde nach schweren Zerstörungen im Laufe der Geschichte liebevoll wiederhergestellt. Besonders beeindruckt haben uns die 38 Kapitelle des Bildhauers Willi Hahn, die biblische Szenen aus dem Alten und Neuen Testament einander gegenüberstellen. Man merkt, dass hier mit viel Sorgfalt und Glauben gearbeitet wurde. Eine Stiftung unter Vorsitz des ehemaligen OB von Trier, Helmut Schröer, machte die vollständige Sanierung möglich.
Beim Rundgang erzählte Bruder Thomas auch vom Alltag der zwölf Mönche, der vom Grundsatz „Ora et labora“ – bete und arbeite – geprägt ist. Offen und herzlich beantwortete er unsere Fragen und gab uns einen ehrlichen Einblick in das klösterliche Leben.
Zum Abschluss standen wir noch einmal in der Krypta - ein stiller, bewegender Moment.
Dankbar für diese besondere Führung ließen wir den Nachmittag später in gemütlicher Runde in Longuich ausklingen.
Hermann Gorges
