„Warum hat uns das nie jemand gesagt?“ Erste Annäherungen an ein zeitgemäßes Bibelverständnis

Der Referent Michael Zimmer, Oberstudiendirektor a.D., Fortbildner und Autor zu Fragen eines zeitgemäßen Bibelverständnisses äußerte sich in der Ausschreibung der Veranstaltung wie folgt:
„Die Bibel gilt vielen Menschen heute als „schwere Kost“. Es fällt bisweilen nicht leicht, sich in Ihrer Sprache und ihrer Gedankenwelt zurechtzufinden, und ihre Texte scheinen allzu oft keine erkennbare Bedeutung mehr für die Gegenwart und das alltägliche Leben zu haben.
Dabei gibt es die Bibel nicht pur, nicht „an sich“ – sie ist immer mit den Kulturen und Gemeinschaften verbunden, in denen sie gelesen, übersetzt und ausgelegt wird.
Der Studientag versteht sich als Versuch, ein Verständnis anzubahnen, durch das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bibel auch heute noch für sich als lebensdienlich, befreiend und ermutigend erfahren können.“
Für die 15 Teilnehmer überwiegend aus dem Arbeitskreis Offene Kirche wurde das siebenstündige Seminar zu einer lebendigen, nachdenklichen und erkenntnisreichen Erfahrung. Pluralität, Gotteswort in und durch Menschenwort, die Kontexte der Textentstehungen und deren lebensdienlichen und sich bewahrheiteten Offenbarungen veranlassten die Teilnehmer sich selbst und ihre Erfahrungen einzubringen und sich aktiv an den Textbeispielen zu beteiligen.
Die abschließende Auswertungsrunde ergab nur positive Rückmeldungen und dem Wunsch einer Fortsetzung, bzw. weiteren Beschäftigung mit dem „Buch der Bücher“.
Das Seminar wurde von der Ehrenamtsentwicklung des Bistums Trier finanziert und war ein Geschenk für das 15-jährige Bestehen des Arbeitskreises Offene Kirche.
Einem weiteren Seminar steht nichts entgegen, würde dann auch für alle kirchlich Ehrenamtlichen in der Region angeboten werden.
Reinhard Boesten
Für den AK OK
